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FREIE WÄHLER - Kandidat Andreas Hofmann / HAPPY VIBES

Mein Wahlprogramm

Im Kreis Sächsische Schweiz / Osterzgebirge arbeiten viele Freie Wählervereinigungen erfolgreich auf der kommunalpolitischen Ebene. Ich möchte dafür eintreten, dass unsere Ziele nicht nur kommunalpolitisch, sondern durch einen starken parlamentarischen Arm im Landtag auch auf der Landesebene durchgesetzt werden. Ich möchte Bewährtes erhalten und mit den Anforderungen der modernen Gesellschaft in einer globalen Wirtschaft neu ausbalancieren. Durch die starke kommunale Verwurzelung der Freien Wähler bringen wir unsere über Jahre gesammelten Erfahrungen aus Rathäusern und Kommunalparlamenten ein. Wir wissen, was praktisch funktioniert und was nur sinnlos Zeit und Kraft vergeudet. Wir favorisieren ein offenes Wahlprogramm, welches Sie hier downloaden können. 

1. Familie

Die Familie ist die kleinste Zelle der Gesellschaft. Nur sie garantiert das Fortbestehen unserer Art und ist somit meine Priorität bei Förderung und Verbesserung der Lebenssituation. Wenn junge Menschen sich dem Nachwuchs verwehren, ob aus finanziellen oder Zeitgründen, dann hat dies schwerwiegende Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme. Sachsen muss aber auch in Zukunft Menschen mehr dabei unterstützen, ihre bestehenden Kinderwünsche umzusetzen.  Wir brauchen eine familien,- und kinderfreundliche Politik mit bezahlbarem Wohnraum, wohnortnahen Bildungs,- und Betreuungsangeboten, zinslosen Elternkrediten, ein vom Einkommen der Eltern unabhängiges BAföG für schnellere Lebensselbstständigkeit, Umbau des Ehegattensplitting zum Familiensplitting (z.B. 1600 € pro Monat und Familienmitglied steuerfrei), pauschaler Familiensteuersatz von 25 %, Kindergeld vor der Geburt wenn sie seit mind. 5 Jahren in Sachsen leben, Aufstockung des Landeserziehungsgeldes auf 350 Euro mit Anrechnung auf Hartz 4 Sätze, um falschen Anreizen vorzubeugen. Die notwendige Zuwanderung von Fachkräften und deren Integration erfordert klare Regelungen, Toleranz, Sensibilität und Gemeinsinn. Wer gebraucht wird, sich in unsere Gesellschaft produktiv einbringt und integriert, ist uns herzlich willkommen. 

2. Handwerk und Wirtschaft

Ich mache mich stark für das regionale Handwerk und die regional verankerte Wirtschaft! Es gilt wieder regionale Wertschöpfung zu generieren. Über mehr wohnortnahe Arbeit kann zugleich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden. Elementare ländliche Infrastruktur, wie Einkaufsmöglichkeiten, Arzt, Schule, Post, Bank und Gastwirtschaft wollen wir wieder in die Kleinstädte und Dörfer bringen.
Die kleinen und mittleren Unternehmen sind von überflüssiger Bürokratie, zum Beispiel beim Zuschusswesen, bei Genehmigungsverfahren, der Tachographenpflicht für den Radius der Fahrten im Handwerk und dem Vergaberecht zu befreien. Daher ist eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung nötig, die die Ansiedlung von Unternehmen wieder stärker fördert und diese Fragen im Auge behält. 
• Unternehmen sollen zukünftig Kammerbeiträge steuerlich absetzen können, denn Kammern erfüllen berufsorientierende, qualifizierende und qualitätssichernde Funktionen für Auszubildende. Die Gegenfinanzierung erfolgt aus der überfälligen 
Mehrwertsteuerreform. 
• Ich befürwortedie Einrichtung einer Serviceagentur zur Erleichterung der Beschaffung von Kreditmitteln für Unternehmen. 
• Ich setze mich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Existenzgründer, z.B. durch den Entfall wesentlicher bürokratischer Pflichten in den ersten drei Jahren, ein. 
• Die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, wie zum Beispiel im Bereich des Einzelhandels, indem z.B. Kapital aus der Region mehr in der Region angelegt wird, um die Zirkulation des eigenerwirtschafteten Kapitals regional zu verbessern, ist mir ein 
Anliegen. 
• Ich unterstütze die Entwicklung von Modellen zur smart production der Fachhochschule Mittweida, um eine bessere Ansiedlung von Unternehmen, die als smart producer insbesondere kleinere und mittlere Städte aufwerten, vorzunehmen. 
• Ich will attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen, insbesondere auch an den Standorten der Fachhochschulen und der Berufsakademien, damit Sachsen im Wettbewerb um die besten Köpfe 
flächendeckend besteht. Der Erhalt der Forschungsfreiheit hat für uns einen hohen Stellenwert: Materielles Gewinnstreben oder ideologisierende Kampagnen darf diese nicht gefährden. 
• Ich unterstütze eine weitere Intensivierung der Forschungs- und Industriepolitik, um Sachsen als Standort für Wissenschaft und Forschung noch fester zu verankern und um im weltweiten Innovationswettbewerb, zum Beispiel im Bereich der Automobilindustrie 
als größtem Wirtschaftszweig Sachsens, weiterhin bestehen zu können. Denkbar wäre hier auch ein Verbund zur Schaffung neuer Produkte auf internationalen Märkten, die nur für diese Märkte entwickelt werden, z.B. im Maschinenbau. 
• Der Erhalt der Wertschöpfungsketten unserer Industrien im Freistaat und damit die Sicherung des Standorts Sachsen für Produktion, Zulieferer, Dienstleister und die Beschäftigten hat für mich Bedeutung. 
• Die Schaffung einer breiten Ansiedlung und Stärkung mittelständischer Strukturen in der Lausitz halte ich für möglich. Hier muss die bestehende Zuliefererstruktur von ihrer Abhängigkeit von den verlängerten Werkbänken wie z.B. bei Siemens Schritt für Schritt 
befreit werden, indem erfolgreiche Mittelständler eigene Werke mit Hauptsitzen in der Lausitz aufbauen können. Diese sind dabei auch vom Freistaat zu unterstützen, um diese Aufgabe auch stemmen zu können. 
• Ich befürworte ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Das Ziel muss sein, eine Fachkräfteanwerbung nach regionalem 
Bedarf durchführen zu können.
 

3. Sicherheit

Es ist Aufgabe des demokratischen Gesetzgebers, durch verlässliche und gerechte gesetzliche Vorgaben einen Raum der Sicherheit und des Rechts zu schaffen. Ich möchte eine angemessene Balance zwischen bürgerlicher Freiheit und innerer Sicherheit wahren. Unsere Freiheitsgrundrechte sind die Grundlage unserer Staatsordnung; an ihr muss sich jeder staatliche Eingriff messen lassen. Wir sehen die 
garantierte Freiheit der Bürger aber auch als Herausforderung für jeden Einzelnen, verantwortungsvoll damit umzugehen. Die Polizei soll bürgernah und vor allem an Schwerpunkten, auch im ländlichen Raum und im Grenzbereich, durch ausreichende Präsenz präventiv wirken und bei Straftaten sofort effektiv eingreifen. Besonders Drogenkriminalität, Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit, Diebstahl und grenzübergreifende Kriminalität sind intensiver zu bekämpfen.
• Wir brauchen eine gut ausgebildete, bestens ausgerüstete, hochmotivierte, bürgernahe und konsequente Polizei. Unsere Polizei muss kompetent im städtischen und ländlichen Raum sowie im Grenzbereich agieren können und vom Freistaat, der Verwaltung sowie der Justiz allseitig unterstützt werden. 
• Daher unterstütze ich bessere Rahmenbedingungen für die Sicherheitsbehörden, zum Beispiel eine ausreichende Personalausstattung, die durch folgende Maßnahmen 
gesichert wird: 
- Umkehrung des Personalabbaus, 
- Erhöhung des Einstellungskorridors, 
- Erhalt der flächendeckenden Struktur bis ins letzte Dorf, 
- leistungsbezogene Bezahlung, 
- gute Aufstiegsmöglichkeiten und 
- ausreichend Zeit zur Erholung zwischen den Einsätzen. 
• Ich setze
- auf eine bessere Sachmittelausrüstung für unsere Sicherheitskräfte auf dem 
neuesten Stand der Technik – auch zur Selbstverteidigung, 
- härtere Strafen bei Gewalt gegen Amtsträger, insbesondere gegen unsere Polizei 
und 
- mehr Investitionen zur wirksameren Bekämpfung der Internetkriminalität. 
• Ich befürworte
- eine intensivere, verbesserte und länderübergreifende Zusammenarbeit der 
Sicherheitsbehörden und des Verfassungsschutzes, 
- die konsequente Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus, egal ob von 
rechts oder links oder religiös motiviert, 
- die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit unserer Justiz- und Polizeibehörden mit 
denen der EU-Mitgliedstaaten und Nachbarn, 
- die Intensivierung der Zusammenarbeit der Landespolizeien Sachsen, Polen, 
Tschechien und Bundespolizei sowie weiteren anderen Sicherheitsorganen. 
- eine effektivere Bekämpfung der Geldwäsche und der organisierten Kriminalität 
und 
- verstärkte Maßnahmen gegen den internationalen Drogenhandel.

4. Tourismus und Gastronomie / ländlicher Raum

Der Tourismus gehört in Sachsen zu den bedeutenden Wirtschaftsfaktoren. Inzwischen kommen 5% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze aus dieser Branche. Zugleich wird ein hohes Steueraufkommen erbracht. Die Marktpotentiale aus Kultur- und Naturreichtum unseres Kreises gilt es noch besser zu erschließen. 
Ich werde den Ausbau wettbewerbsfähiger Tourismusziele befördern und die Kommunen stärken, um dies unterstützen zu können. 
• Ich unterstütze vernetzte Tourismusangebote in Regionen, die durch mehr Kooperation und mehr Paketangebote entstehen. 
• WIch möchte innovative und nachhaltige Tourismusangebote in den Vordergrund rücken und Gemeinschaftsinitiativen im touristischen Marketing unterstützen. 
• Unternehmen in dieser Branche werden wir von Kosten und bürokratischen Vorgaben 
entlasten. 
Die Gastronomie in unserem Kreis hat besonders für den Tourismus einen wichtigen Stellenwert. Sie ist ein Kulturgut, Bestandteil sächsischer Tradition und Hauptleistungsträger des Tourismus. Ich möchte das Restaurantsterben stoppen. Seit Jahrzehnten versprechen die Parteien Entbürokratisierung. Laut einer Umfrage des DEHOGA-Bundesverbandes verbringen Betriebe der Hotelerie und Gastronomie 13 Stunden pro Woche mit Bürokratie. Mittlerweile gibt es 56 Dokumentationspflichten. Die Summe der Belastungen und der Fachkräftemangel machen den Unternehmen zu schaffen.

Ich fordere eine kostenlose Beratung für Kleinbetriebe unter 20 Beschäftigen hinsichtlich Schwachstellenanalyse, Betriebsführung und Betriebsentwicklung. Außerdem sollen Investitionen per Zuschussförderung vor allem im ländlichen Raum mit einfachen Antragsverfahren unterstützt werden. Ein Förderprogramm für Gebäudesanierungen sehen wir als notwendig.

Wir möchten auch, dass unsere Familien es als Bereicherung empfinden, die gewachsenen Landschaften ihrer Umgebung zu erkunden, und sie die Gelegenheit bekommen, sich positiv mit den Natur- und Kulturgütern ihrer Heimat zu idendifizieren. 

5. Ehrenamt und Vereine

Das Ehrenamt ist die wichtigste Bürgervereinigung und das Rückgrat der Gesellschaft! Wir sind auf ehrenamtliches und verantwortungsvolles Wirken u.a. in Feuerwehren und Sportvereinen angewiesen. Unser Respekt gilt allen Helfern und Unterstützern, die sich im gemeinnützigen Engagement hervorheben. Zehntausende sind in unserem Kreis in Vereinen organisiert. Ob Sport oder Kultur – in ihnen organisieren Mitglieder ihre Freizeit, kommen zusammen, tauschen sich aus. Es geht darum, das alltägliche Leben noch lebenswerter zu machen und nach getaner Arbeit die Freude an Kommunikation und Miteinander zu finden und so neue Kraft für den Arbeitsalltag zu schöpfen.
• Ich möchte ehrenamtlich engagierter Bürger durch zusätzliche Rentenpunkte und nicht nur durch lobende Worte ehren und belohnen, denn die ehrenamtliche, gemeinnützige Tätigkeit muss mehr gesellschaftliche Wertschätzung erfahren. IM ländlichen Räumen 
ersetzt sie zunehmend staatliche Strukturen, die sich zurück ziehen. 
• Daher brauchen wir auch einen zügigen Ausbau und die Stärkung der Freiwilligendienste. 
• Die breitflächige Etablierung von Ehrenamtslotsen als Ansprechpartner und Vermittler für Bürger, die sich gerne in die Gesellschaft einbringen möchten, sorgt für die nötige Koordinierung. Die Menschen können sich in vielen Fragen selbst helfen. Darauf 
vertrauen wir und bieten Unterstützung an, wo sie nötig ist.

6. Umwelt / Energie

Die Natur ist die Existenzgrundlage allen Lebens. Deutschland und Sachsen können zwar die globalen Fehlentwicklungen nicht aufhalten, sind aber aufgrund der hervorragenden technologischen Möglichkeiten in der Lage, umweltbewusste Alternativen zu entwickeln und sich zu wappnen. Klimaschutz nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist uns 
wichtig. In diesem Sinne spreche ich mich für alle technologisch möglichen und wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen aus, z.B. für 
Energieeinsparung im Bereich der privaten und öffentlichen Gebäude, der Wirtschaft und im Verkehr. Die Forderung nach umweltfreundlicher Technologie hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern bietet darüber hinaus auch ein erhebliches wirtschaftliches Potential. In diesem Zusammenhang fordere ich einen Ausbau der naturwissenschaftlichen Fakultäten und Institute an Sachsens Hochschulen und eine bessere, an den Praxiserfordernissen orientierte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie. Darüber hinaus werde ich nach dem Motto „Mensch und Natur“ alles dafür tun, Naturschutz und gute Lebensgrundlagen für die Menschen in unserem Land in Einklang zu bringen. 

• Unserer heimischen Natur- und Kulturräume durch ihre nachhaltige Weiterentwicklung bei gleichzeitiger sinnvoller Bewirtschaftung zu bewahren ist in unseren Augen auch Schutz durch Nutzung. Eine frühzeitige Einbindung von Bürgern und Kommunen bei der Planung von Großprojekten und der Ausweisung großflächiger Schutzgebiete ist uns wichtig. 
• Eine nachhaltige und ökologisch verträgliche Tourismusentwicklung halten wir für Zielführend. 
Natur braucht auch Platz, um sich zu erholen. 
• Maßnahmen zur Revitalisierung von Innenstädten und zur Renaturierung von Industrie 
und Gewerbebrachen sollen flächendeckend in ganz Sachsen vorangetrieben werden. 

Die Energiewende kann bürger- und unternehmensnah noch gemeistert werden. Energiesparen und der konsequente Umstieg auf umwelt- und ressourcenschonende Energieerzeugung sind zwei der wichtigsten Zukunftsthemen. Dieser Umstieg muss zügig 
zur mittel- und langfristigen Sicherung der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit sowie der energiepolitischen Unabhängigkeit vorangetrieben werden. 

Der Umstieg 
- mindert die für Natur, Mensch und Wirtschaft schädlichen Klima- und Umweltfolgen und baut die Abhängigkeit von den Energierohstofflieferanten ab, 
- stärkt die nationale, regionale und lokale Selbständigkeit und Wirtschaftskraft auf dem Gebiet der Energieversorgung 
- schafft in größerem Umfang neue Arbeitsplätze. Ich bevorzuge eine Energiewende, die von den Bürgern auch getragen wird. 
• Technologische Entwicklungen (z. B. Speichermedien, Nutzung der Geothermie) und des Ausbaus der erneuerbaren Energien wollen wir vorantreiben und dabei lokale Wertschöpfung durch Installation, Betrieb und Wartung kleiner regenerativer 
Kraftwerke in den Focus nehmen. 
• Das lässt sich zu einer regionalen und dezentralen im ländlichen Raum auch in Form von Genossenschaftsmodellen ausbauen. Das darf aber nicht die zweckmäßig konzentrierte Energieversorgung für urbane Räume behindern. 
• Ich setze auf flexible Programme zur energetischen Gebäudesanierung inklusive Gebäudetechnik. 
• Ich  unterstütze einen verantwortungsvollen und klug überlegten Kohleausstieg. Dabei ist insbesondere auf die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und der Wirtschaft zu achten. Die vom Bund zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel will ich aber nicht für die Finanzierung von Großprojekten nutzen. Vielmehr sollen Zukunftstechnologien und Projekte gefördert werden, die zu neuen Arbeitsplätzen in unserer Region führen.

7. Land-, Forst-, Fischerei- und Jagdwirtschaft

Die Leistungen der Land-, Forst-, Fischerei- und Jagdwirtschaft haben für mit Blick auf die Produktion von wichtigen Nahrungsmitteln und Biorohstoffen sowie bei der Pflege der Kulturlandschaft eine große Bedeutung. Deshalb ist die Stärkung des ländlichen Raumes als Wirtschafts- und Lebensraum ein wichtiges Ziel. Wir wollen die „Landflucht“ in die Ballungsräume und den weiteren Rückgang der Anzahl von Betrieben in der Land-, Forst-, Fischerei- und Jagdwirtschaft stoppen. Unter anderem durch die Anerkennung dieser Betriebe als Produzenten hochwertiger Lebensmittel und natürlicher Rohstoffe im konventionellem Betrieb sowie eine verstärkte Unterstützung der Umstellung auf die Produktion von Bioprodukten. Für die Aufwertung des ländlichen Raums unseres Kreises bedarf es vielfältiger Maßnahmen: Infrastrukturförderung, attraktives Wohnen und vielfältige Freiheiten.

• Die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft soll erhalten und artgerechte Tierhaltung in den Betrieben weiter ausgebaut werden. Artenschutz ist nicht teilbar. Keine Art sollte privilegiert sein.
• Ich setze auf klare Zukunftsperspektiven und Planungssicherheit für sächsische Betriebe in der Land-,Forst-, Fischerei- und Jagdwirtschaft. 
• Ich unterstütze den Erhalt der bestehenden Landwirtschaftsstruktur. Vor allem kleinere Familienbetriebe müssen wettbewerbsfähig bleiben können und gestärkt werden. 
• Ich unterstütze den Erhalt der Wertschöpfung in den Regionen durch den Absatz regionaler Qualitätsprodukte und die Stärkung der Marktposition der Landwirte. 
• Ich setze auf eine umfassende Kooperation mit den Unternehmen im ländlichen Raum beim Umwelt- und Naturschutz anstelle überbordender ordnungspolitischer Vorgaben und ausufernder gesetzlicher Regelungen. Dazu gehört auch der Bürokratieabbau in der diesbezüglich zuständigen Verwaltung. 
• Ich setze auf eine Verstärkung des regionalen Einflusses auf die Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik, die die Förderung von benachteiligten Gebieten mit erschwerten Bewirtschaftungsbedingungen in den Focus nimmt. 
• Ich werde Forschungsmittel für die heimische Förderung von Öl- und Proteinpflanzen 
bereitstellen und den §13a Einkommenssteuergesetz zur Erhaltung der kleinbäuerliche Strukturen erhalten. 
• Weiterer Anreize in der Waldwirtschaft, um die Wälder nachhaltig zu bewirtschaften, vor zerstörerischen Eingriffen zu schützen und eng mit den Waldbesitzern, Jägern und Förstern vor Ort zusammen zu arbeiten, werden gesetzt. 
• Die privatforstlichen Verwaltung wird als Selbsthilfeeinrichtungen der Waldbesitzer durch forstliche Beratung entsprechend gefördert. 
 

8. Bildung / Digitalisierung

Europäische Vergleichsstudien haben gezeigt, dass Deutschland auch mit Blick auf die Schulbildung nur noch Mittelmaß ist. Der gute Stand von Sachsen, muss weiter gehalten und ausgebaut werden. Doch erheblicher Unterrichtsausfall durch Lehrermangel (15 %) bedroht dies. Ich bin der Meinung, dass gute und erfolgreiche Schul,- und Berufsausbildung nicht von den persönlichen und finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses abhängen dürfen. In den öffentlichen Haushalten müssen die Bildungsausgaben Vorrang haben, weil die Ausbildung junger Menschen die Zukunftsressource unseres Landes ist. Ich stehe für die Vielfalt der staatlichen und privaten oder kirchlichen Schulen. Die Fachkräfte, die so dringend weltweit gesucht werden, sitzen heute noch auf der Schulbank. Es liegt an uns, 
welche Qualifikation unsere Kinder und Enkel haben werden. 

• Alle sollen gerechte Bildungschancen haben, eine heimatnahe Ausbildung erfahren und insbesondere Arbeitsplätze für Jugendliche in der Heimat angeboten werden. 
• Dazu gehört, ein Praktikum prinzipiell zu vergüten und die wertorientierter Jugendarbeit weiter auszubauen, indem die Jugendorganisationen und freien Trägern bedarfsgerecht ausgestattet werden. Außerdem fördern wir das Interesse an 
Vereinsmitgliedschaften und ehrenamtlichem Engagements. Vor allem Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien soll der Zugang zu einer sinnvollen wie pädagogisch hochwertigen Jugend- und Vereinsarbeit gewährt werden.
• Ich unterstütze die bessere Zusammenarbeit von Schul-, Jugend- und Vereinsarbeit sowie zwischen Schule und Wirtschaft. Das ist aus unserer Sicht besserer Kinder- und Jugendschutz und bessere Prävention. Dazu gehört neben wohnortnahen Schulen und 
Kindergärten auch mehr politische Bildung zur Stärkung Jugendlicher gegen extremistische Einflüsse sowie eine ideologiefreie Bildungspolitik. 
• Ich stehe zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Praktisch hat es sich als sinnvoll erwiesen, das bewährte Förderschulsystem grundsätzlich zu erhalten und immer abzuwägen, was für das Kind das Beste ist. 
• Ich möchte eine Schulaufsicht, die stärker die Rolle des Qualitätsmanagers bekommt. 
• Lehrereinstellung sind in Zukunft werktäglich vorzunehmen und nicht nur zweimal im Jahr. Zusätzlich sind weitere Lehrer auszubilden sowie Ganztagsschulangebote und die Schulsozialarbeit weiter zu verbessern. 
• Ich betrachte den kostenlosen Schülertransport als Landesaufgabe, denn für die Ausdünnung des Schulnetzes und längere Wege aufgrund von Schulschließungen können die Kinder und deren Eltern nichts. 
• Ich werde eine bessere finanzielle Ausstattung der berufsbildenden Schulen – u.a. mit Forschungsmitteln (Kooperationen mit Berufsakademie, Fachhochschulen und Unternehmen ermöglichen) in Angriff nehmen. 
• Lebenslanges Lernen mit guten Bildungsangeboten zu fördern, ist ein guter Weg, um der Altersarmut entgegenzusteuern. Eigene Verdienstmöglichkeiten sind zu stärken. 
• Eine optimale Förderung der dualen Ausbildung mit stärkerem Einbezug der Wirtschafts- und Handwerksbetriebe für Lehrstellen ist mir wichtig.

Bildung braucht Vernetzung. Wir wollen überall in unserem Landkreis ein frei zugängliches, schnelles Internet. Der Ausbau der Datenautobahn via Glasfasernetz und 5G hat Priorität. Digitalisierung soll so gestaltet werden, dass sie die Kommunikation fördert, Arbeit erleichtert und Informationen zugänglich macht, ohne dabei den Realitätsbezug und soziale Kompetenzen Heranwachsender sowie handwerkliche Fertigkeiten zu gefährden. Es darum, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen und dabei die Lebensqualität der analogen Wirklichkeit zu erhalten.

 

9. Asyl und Migration

Wir sind für eine kontrollierte Zuwanderung unter Berücksichtigung der vorhandenen Infra-, Bevölkerungs- und Sozialstruktur. Wer bereit ist, konkrete Verantwortung zu übernehmen, soll dabei unterstützt werden. Die kulturelle Identität unserer Region hat Priorität und muss erhalten bleiben!

Flucht und Auswanderung sind stets mit Heimatverlust und Entwurzelung verbunden und daher für die Betroffenen zunächst eher Verlust als Bereicherung. Das Engagement für eine menschliche Aufnahme von Flüchtlingen und die vorausschauende Verantwortung für das Maß des Möglichen dürfen nicht länger gegeneinander ausgespielt werden. Unsere kulturelle Identität und die Wertschätzung anderer Kulturen gehören zusammen.

Es bleibt unser Ziel, dass Deutschland selbst die Fachkräfte ausbildet, die es braucht – und diese dann lebenswert entlohnt werden. Solange diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, werden hier auch ausländische Fachkräfte benötigt. Diese sollten mit staatlichen Fördermitteln und nach Bearfsmeldung der Wirtschaft angeworben werden.

 

10. Verkehr und Infrastruktur

Mobilität ist ein Grundbedürfnis unserer modernen Gesellschaft und wesentlicher Bestandteil für unsere Wohlstandssicherung. Im ländlichen Raum ist Mobilität Freiheit. Durch die Wandlung von Dörfern in reine Wohnorte sowie Wegfall der Grundversorgung müssen auch Verkehrskonzepte angepasst werden, so dass die Lebensqualität vor allem für Ältere und Jugendliche erhalten bleibt. Dazu gehört eine bessere Vernetzung von Stadt und Land im öffentlichen Nahverkehr! Wir erwarten eine kommunalfreundliche Lösung für die Finanzierung von Straßen auf dauerhaf hohem Niveau und eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs. 
Dazu gehört auch der Ausbau von Netzpunkten (Umsteigepunkten) im ÖPNV. Dezentrale Verkehrsinfrastruktur ist uns wichtiger statt unsinnige Prestigeprojekte. 
• Die Berücksichtigung der Anforderungen an barrierefreie Mobilität bei allen Verkehrsprojekten liegt uns am Herzen. 
• Wir unterstützen eine stärkere Erprobung und Fortentwicklung neuer Mobilitätskonzepte, wie zum Beispiel Bürgerbusse und Car-Sharing (Autoteiler). 
• Wir fordern ein Verbot der Gigaliner auf Straßen. Autobahnabfahrten, Brücken, Rastplätze und Kreuzungen sind dafür nicht ausgerichtet. Die Testphase ist beendet. 
• Hingegen ist jedem klar geworden: Kreisverkehre machen den Verkehr flüssiger. Wir müssen mehr davon bauen.

11. Gesundheit

Gesundheitspflege und Vorsorge für den Krankheitsfall Gesundheitspflege und die Vorsorge für die umfassende Versorgung erkrankter Menschen sind zentrale, alltägliche Anliegen unserer Gesellschaft. Für diesen Bereich sozialer Sicherung ist die demografische Entwicklung eine große Herausforderung, weil einerseits die Zahl der beitragszahlenden Krankenkassenmitglieder sinkt, andererseits die höchsten Kosten im Gesundheitswesen naturgemäß in den zahlenmäßig wachsenden höheren Altersgruppen entstehen.
Gesundheit ist für jeden Menschen das kostbarste Gut. Deshalb ist eine gute medizinische Versorgung der sächsischen Bevölkerung gleich welchen Alters unabhängig vom Wohnort oberstes Gebot. Wer im Gesundheitswesen die Solidarität erhalten und die Qualität 
stärken will, muss zu mutigen Reformen bereit sein.
• Wir unterstützen eine Mehrgenerationenpolitik, die den Gedanken der Teilhabe ins Zentrum rückt. Dazu gehört eine wohnortnahe Bereitstellung von Gütern des täglichen Lebens, Bildungseinrichtungen und medizinischer Versorgung. 
• Wir werden das ehrenamtliche, soziale und kommunale Engagements der Generation 65+ besser unterstützen. 
• Die Betreuung von behinderten und älteren Bürgern im ambulanten und stationären Bereich werden wir verbessern und für mehr Ärzte im ländlichen Raum einsetzen.
• Wir werden die Abwanderung aus den ländlichen Räumen durch den Ausbau und Erhalt einer modernen Arztversorgung in der Fläche (Gemeindeschwestern) begrenzen. 
• Wir werden eine bessere infrastrukturelle Erschließung des ländlichen Raums und eine leistungsfähige Senioren - Infrastruktur in den Focus nehmen. Dazu gehören ein verlässlicher und flexibler öffentlichen Personennahverkehr und eine wohnortnahe 
Versorgung mit Gütern des täglichen Lebens und medizinischer Versorgung durch Haus - und Fachärzte in allen Regionen.